Die Automatisierung und Digitalisierung bestehender Prozesse schreitet in unserem Alltag stetig voran. Im gleichen Zug nehmen die Herausforderungen und die Komplexität der neu geschaffenen Abläufe zu.

...auch im Alltag der Freiwilligen Feuerwehr ist diese Veränderung spürbar. Um langfristig technologisch auf aktuellem Stand zu bleiben, gründeten die beiden Kommandanten Alfred Wilhelm und Markus Haberstumpf bereits im Frühjahr 2019 ein Projektteam zur Ausarbeitung der Digitalisierungspotenziale innerhalb der Feuerwehr Waldbrunn.
Initiator des Projektes und späterer Projektleiter war Florian Garrecht, er erhielt im Rahmen der späteren Projektumsetzung operative Unterstützung durch Marcus Kraus und Marco Fella.

Als für die Feuerwehr glücklicher Zufall stellte sich heraus, dass sich im Rahmen des Regionalbudgets des ILE-Zusammenschlusses Allianz Waldsassengau die Möglichkeit ergab, Kleinprojekte mit dem Zweck der Digitalisierung mit bis zu 80% der Gesamtkosten bezuschussen zu lassen.

Nach der Auswertung der möglichen Digitalisierungspotenziale, kristallisierte sich als Hauptaufgabe die Einführung einer zeitgemäßen und leistungsfähigen Lösung zur Zusatzalarmierung per Smartphone und Tablet heraus.

Hintergrund: Bis dato wurde in der Feuerwehr Waldbrunn eine Zusatzalarmierung der Kameradinnen und Kameraden über ein technologisch mittlerweile überholtes SMS-System realisiert. Durch die fortlaufende Aktualisierung der Smartphone-Betriebssysteme wurde diese Lösung in den letzten Jahren immer fehleranfälliger, da durch technische Änderungen die SMS-Erkennung per AlarmApp auf aktuellen Smartphones nicht mehr gewährleistet war.

Die Einführung einer neuen Lösung, welche über das zeitgemäße Push-Benachrichtigungssystem mit den Endgeräten kommuniziert, wurde daher dringend erforderlich. Die Zielsetzung bei der Einführung eines neuen Systems war es, künftig neben der Alarmierung, auch weitere wichtige, nützliche und zeitgemäße Funktionen, welche die bisherige Lösung nicht bieten konnte, direkt mit einzubauen.
Ein Beispiel des technischen Fortschrittes: Im Einsatzfall können die Kommandanten und Einsatzleiter nun in Echtzeit sehen, wie viel Einsatzkräfte mit welcher Aus- und Fortbildung zum Feuerwehrhaus anrücken. Zusätzlich werden auf Alarmmonitoren im Feuerwehrhaus alle relevanten Einsatzinformationen wie beispielsweise Einsatzart oder Einsatzort angezeigt. Die Feuerwehrleute werden im Alarmfall per AlarmApp direkt alarmiert und über die wichtigsten Inhalte des Alarms wie Einsatzstichwort und Schlagwort direkt informiert.


Nach einer umfangreichen Marktbetrachtung, zahlreichen Teststellungen verschiedener Anbieter und einem Referenzbesuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Eibelstadt, hat sich das Projektteam für die neue Lösung FF-Agent der Firma mackoy entschieden. FF-Agent konnte das Projektteam insbesondere mit seiner zukunftsweisenden Technologie, hervorragender Unterstützung durch den Anbieter und einer Fülle an nützlichen Funktionen überzeugen.
Das System ist darüber hinaus nicht nur führend in Punkto Zuverlässigkeit und Funktionsumfang, sondern zeichnet sich ebenfalls durch seine ganzheitliche Umsetzung des Datenschutzkonzeptes aus. Im Umgang mit sensiblen Daten ist ein umfangreiches Datenschutzkonzept und dessen Umsetzung heute eine Grundvoraussetzung, um Daten sicher verarbeiten zu können.


Im Führungsfahrzeug (Florian Waldbrunn 11/1) wird nun ein Tablet mitgeführt. Das Tablet unterstützt die Führungs- und Einsatzkräfte mit Informationen zu Gefahrstoffen, Rettungskarten, Hydrantenpläne, Ortspläne und Feuerwehrpläne. Das Tablet ermöglicht darüber hinaus mit einem Klick eine Direktnavigation zum Einsatzort. Die Zieladresse wird bereits vorab übertragen.


Ein weiterer umfangreicher Bestandteil des Digitalisierungsprojektes und letztlich eine wichtige Grundvoraussetzung, um die genannte Lösung überhaupt einführen zu können, war die Erneuerung der IT-Infrastruktur im Feuerwehrhaus. In zahlreichen Arbeitseinsätzen am Abend und an Wochenenden wurden die notwendigen Umbaumaßnahmen im Feuerwehrhaus vorgenommen. Unter anderem wurden mehrere 100 Meter Netzwerk- und Stromkabel neu verlegt, ein zentraler Netzwerkschrank für die IT-Komponenten installiert, Alarmmonitore montiert, WLAN Access-Points installiert und vieles mehr. Bei den Arbeiten wurde das Kernteam von den Kameradinnen und Kameraden Benjamin Jose, Christian Baunach, Christian Fella, Edwin Jung, Florian Fella, Jonas Dittrich, Lukas Heeg, Matthias Prestel, Monja Wilhelm, Nicholas Wilhelm, Theresa Mahler, Thomas Seufert, Steffen Ehmann und Tobias Seubert unterstützt.


Nachdem der Feuerwehrverein im März dieses Jahres den Förderantrag beim ILE-Zusammenschluss eingereicht hatte, konnten wir uns bereits im April über den positiven Förderbescheid freuen. Im Zeitraum von Mai bis August erfolgte die Umsetzung des Projektes.
Am 25. Oktober überreichte Andrea Rothenbucher (Bürgermeisterin der Gemeinde Hettstadt) in der Rolle als Vorsitzende der Allianz Waldsassengau den Kommandanten und dem Bürgermeister die Urkunde zur erfolgreichen Umsetzung eines Kleinprojektes im Rahmen des Regionalbudgets und lobte das ehrenamtliche Engagement, welches im Rahmen aller Kleinprojekte der verschiedensten Vereine aufgebracht wird.


Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes blickt die Feuerwehr Waldbrunn nun optimistisch in die digitale Zukunft und sieht sich für künftige Einsätze bestens gerüstet. Parallel zum Projekt „Digitalisierung der Feuerwehr Waldbrunn“ tragen die Kommandanten Wilhelm und Haberstumpf acht weitere Projekte. Die größten parallellaufende Projekte sind, Ersatzbeschaffung eines TLF3000-Staffel für das in die Jahre gekommene Löschgruppenfahrzeug 8 aus dem Jahr 1986, Neubeschaffung eines Gerätewagens Logistik und die Erweiterung des Feuerwehrhauses um zwei weitere Tore. Die weltweite Corona Pandemie bremste zwar die Projekte ein, verhinderte jedoch nicht, dass nun erste Projekte fertiggestellt werden konnten.

 

Bild des Projektteams bei der Übergabe der Urkunde zum erfolgreichen Projektabschluss am 25. Oktober


V. l. n. r.: Christian Baunach (Stellv. Vorstand), Marcus Kraus, Marco Fella, Florian Garrecht, Andrea Rothenbucher (Vorsitzende der Allianz Waldsassengau und Bürgermeisterin der Gemeinde Hettstadt), Markus Haberstumpf (Bürgermeister der Gemeinde Waldbrunn und Stellv. Kommandant), Alfred Wilhelm (Kommandant und Vorstand).

Überreichung der Urkunde zum erfolgreichen Abschluss des Kleinprojekts von Vorsitzende der Allianz Waldsassengau Andrea Rothenbucher an Vorstand und Kommandant Alfred Wilhelm

 Bilder der Projektumsetzung:

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