Aktuelles

Wie wichtig die Abdeckung in ländlichen Gebieten durch sogenannte „First Responder“ ist, wurde am Donnerstag den 01.06.2017 gleich doppelt unterstrichen.
First Responder kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein medizinischer Notfall in Waldbrunn und Umgebung vorliegt, aber der Rettungswagen oder Notarzt einen längeren Anfahrtsweg hat. So wird der Patient bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes adäquat medizinisch erstversorgt. Die Mannschaft der First Responder besteht aus extra geschulten Feuerwehrleuten, welche eine separate Sanitätsausbildung durchlaufen haben. Diese extra Ausbildung dauert rund 84 Stunden und erfolgt ehrenamtlich in der Freizeit.

Am 01.06.2017 wurden die First Responder um 15:11 Uhr zu einer Reanimation gerufen. Bei Reanimationen zählt jede Sekunde. Die Überlebensrate bei leblosen Patienten sinkt je Minute um 10%. Bei diesem Einsatz waren neben Notarzt, Rettungsdienst, First Respondern auch die Freiwillige Feuerwehr Eisingen und Höchberg zur Unterstützung mit involviert.

Knapp zwei Stunden später ertönte der Funkmeldeempfänger der ehrenamtlichen Helfer erneut. Um 16:53 Uhr ging es erneut zu einer Reanimation, um dort schnellst möglich erste Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Gerne freuen wir uns über neue Mitglieder bei unserer Freiwilligen Feuerwehr. Auch der Aufbaulehrgang bei den First Respondern kann absolviert werden. Denn wenn jede Sekunde zählt, sind viele qualifizierte, helfende Hände wichtig!


Schau nicht weg – MACH MIT!

Bei herrlichem Sonnenschein haben wir bei der heutigen Jugendübung die 4-teilige Steckleiter aufgestellt. Mit einem Mastwurf wurde diese gegen wegrutschen gesichert. Zusätzlich wurde eine Person mit einem Brustbund über die Leiter aus dem zweiten Stock "gerettet". Zum Abschluss wurde der Leiterbock erklärt, mit dem man Gräben/ Zäune überwinden oder Personen/ Gegenstände in Gruben hinunterlassen oder aus Gruben herausziehen kann.

Schau doch auch mal bei einer unserer Jugendübungen vorbei! Die nächste Übung findet nach den Pfingstferien, am 20.06. um 18:45 im Feuerwehrhaus statt.

Am 11.05.2017 erfolgte gegen 19:15 Uhr eine Alarmierung zum "Zimmerbrand - mehreren Personen in Gefahr" im Kindergarten in Eisingen.

Es handelte sich um eine realistische Alarmübung unter Leitung der Feuerwehr Eisingen.

Umgehend rückten die alarmierten Wehren aus Eisingen und Waldbrunn aus. Vor Ort erkundete der Gruppenführer die Lage und schickte umgehend zwei Trupps zur Menschenrettung in das Gebäude. Um die Übung so realitätsnah wie möglich zu gestalten, wurden große Teile des Gebäudes mittels Nebelmaschinen verraucht, sodass die eingesetzten Atemschutzgeräteträger unter "Null-Sicht" ins Gebäude vordringen mussten. Des weiteren heulte im Hintergrund dauerhaft die Brandmeldeanlage und verschaffte ein realistisches Einsatzbild.

Bereits nach kurzer Zeit konnten die ersten vermissten Personen aufgefunden und gerettet werden. Hierbei muss insbesondere der hohe Nutzen einer Wärmebildkamera bei der Personensuche hervorgehoben werden. Die Wärmebildkamera erleichtert das Suchen und Auffinden von vermissten Personen unter schlechten Sichtbedingungen enorm und ermöglicht somit eine sehr schnelle und effiziente Rettung.

Während der laufenden Maßnahmen bauten weitere Trupps jeweils eine unabhängige Wasserversorgung zu den Löschfahrzeugen aus Eisingen und Waldbrunn auf.

Zwei Trupps standen unterdessen voll ausgerüstet als Sicherungstrupp vor dem Gebäude bereit.

Nach rund zehn Minuten ging über Funk ein "Mayday, Mayday, Mayday" ruf ein. Einer der beiden eingesetzten Angriffstrupps setzte einen Notruf ab und meldete einen Atemschutznotfall. Ein Kamerad sei verletzt und könne sich nicht mehr eigenständig retten. Sofort wurden die Sicherungstrupps zum Einsatz gebracht, welche gemeinsam mit dem Trupppartner des verunglückten Feuerwehrmanns, die Rettung durchführten. Gleichzeitig wurde die letzte vermisste Person aufgefunden und gerettet, sowie das Gebäude belüftet.

Alles in allem war dies eine rundum gelungene Übung für alle beteiligten Feuerwehren. Insbesondere die baulichen Besonderheiten erforderten die Geschicklichkeit und die richtige Einsatztaktik. So mussten lange Laufwege im Gebäude berücksichtigt werden und die Schlauchreserve für den Innenangriff entsprechend lang ausgelegt werden.

Außerdem ist die Bebauung rund um den Kindergarten sehr eng, zum Teil ist eine Anfahrt der Feuerwehrfahrzeuge nur bis zu einer Entfernung von gut 100 Metern zum Gebäude möglich. Daher müssen auch hier entsprechend lange Schlauchstrecken bis zum Gebäude gelegt werden.

Im Anschluss an die Übung fanden sich die Feuerwehren zur Nachbesprechung, sowie zum gemütlichen Teil im Feuerwehrhaus in Eisingen ein. Alle beteiligten schlossen mit einem rundum positiven Fazit ab. Abschließend bleibt daher nur zu sagen, dass eine solche Ortsübergreifende Übung auf jeden Fall wiederholt werden soll, da hierdurch die Abläufe und die reibungslose Zusammenarbeit stets verbessert werden.

Wir bedanken uns bei den Kameraden der Feuerwehr Eisingen für die Durchführung der Alarmübung und für die anschließende Einladung im Feuerwehrhaus!

Bei der letzten Jugendübung haben wir ein paar Aufgaben von der Jugendleistungsprüfung in einem Parcours vereint, um Schnelligkeit, Geschick und Technik zu üben. Zuerst musste von den Jugendlichen ein Mastwurf um eine A-Kupplung gelegt werden. Bei der nächsten Station wurde ein C-Schlauch innerhalb einer markierten Fläche ausgerollt und anschließend wieder gerollt. Weiter ging es mit dem Leinenbeutel werfen. Dieser musste in ein 7 Meter entferntes Ziel (1m breit) geworfen und anschließend wieder gestopft werden. Danach ging es im Slalom über den Feuerwehrparkplatz und über die Hofeinfahrt wieder zurück zur ersten Station. Jetzt durfte der Zweite vom Trupp den Parcours durchlaufen. Die letzte Aufgabe, die vom Trupp gemeinsam bewältigt werden musste, bestand darin, eine Kübelspritze mit Hilfe eines Eimers mit Wasser zu füllen um anschließend einen 3m entfernten Eimer von einem Sockel zu spritzen. Nach Umfallen des Eimers wurde die Zeit gestoppt.

Brauchtum sowie Traditionen hegen und pflegen gehört neben dem "normalem" Feuerwehralltag mit zu den wichtigen Dingen. So pflegt die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Musikverein Waldbrunn alljährlich das traditionelle Maibaumfest.

Dabei wird alt hergebracht der Maibaum mit purer Muskelkraft gen Himmel gestämmt. Hilfsmittel sind hier lediglich Holzstangen. Unter den wachsamen Augen der Kommandanten stämmen die Feuerwehrleute den Baum "hieb um hieb" an seinen Bestimmungsort. Im Anschluss wird rund um den Maibaum der Feiertag (Tag der Arbeit) gefeiert.


Auch in diesem Jahr wurde wieder der Maibaum bei musikalischer Unterhaltung aufgestellt. Im Anschluss spielte der Musikverein Waldbrunn.

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